Von den Muslimen lernen?

Hammas bald mit dem Gezeter  über den Islam?  Will der’s auf die Spitze treiben? Angenervt und verdrossen wendet sich mancher Leser von den Kommentarspalten des Internets ab. Nach der ganzen Aufregung um Sarrazin tritt so etwas wie Ermüdung ein, man hat gar keine Lust mehr, über bildungsferne muslimische Einwanderer zu schimpfen. Stattdessen sollte man sich fragen, ob wir Herkunftsdeutschen  nicht auch etwas von ihnen  lernen können.  Denn in den Kernbereichen menschlicher Existenz – Fortpflanzung und Kampf ums Dasein – stellen junge muslimische Migranten tatsächlich Vorbilder für die Urbevölkerung der vergreisenden und effeminierten BRD dar. Doch sind wir wirklich bereit, von ihnen zu lernen?  Von Markward von Annweiler

651 n. Chr.: Fast der ganze Iran ist nach der Vernichtung des Reiches der Sassaniden von den siegreichen Muslimen besetzt. Yazdegerd III., der letzte persische Großkönig, muß zugeben: „Der Islam gehört inzwischen auch zum Iran.“ Es setzte eine Islamisierung ein, die Iraner verloren ihre ursprüngliche Religion, den einst vom Propheten Zarathustra gestifteten Glauben an den Gott Ahura Mazda, so daß heute in Gestalt des Parsismus nur noch nostalgische Reste davon übrig sind.

Scheu fragt der deutsche Ureinwohner: Müssen wir in Deutschland und Europa auch eine „Islamisierung“ befürchten? Sicher nicht im Sinne einer wie auch immer gearteten Machtübernahme des politischen Islam. Das sei allen Wilders-Jüngern ins Stammbuch geschrieben! Klar ist aber, dass Deutschland aufgrund der Bevölkerungsentwicklung islamischer werden wird.

Ein Blick in die Zukunft? Das siegreiche Heer des Islam marschiert nach dem Sieg über die deutschen Kartoffeln und christlichen Opfer mit roten Fahnen durch das Brandenburger Tor.

Sehen wir es positiv. „Integration ist keine Einbahnstraße,“ wie die Interessenvertreter der Migranten so richtig bemerken, nicht nur die Zuwanderer, sondern auch die Aufnahmegesellschaft müsse sich verändern (1). Da kann man den linksgrünen Multikultifreunden nur zustimmen: Gerade von den Muslimen können wir Deutschen so viel lernen! Denn der Islam ist eine dynamische und kämpferische Religion. Schon kurz nach der Gründung fing Mohammed an, Krieg zu führen, und bald war die halbe Welt erobert: Die größten Militärmächte der damaligen Welt, Ostrom und das oben erwähnte Reich der Sassaniden waren aus dem Feld geschlagen! Die Christen hingegen brauchten Jahrhunderte, bis mal endlich in den Krieg zogen. Dieses unselige geistige Erbe wirkt bis heute fort: Auch heute noch leiden viele westliche, (ehemals) christliche Länder und besonders Deutschland, unter der Geißel des Pazifismus.

Lobenswert sind auch die konservativen Familienstrukturen bei den Muslimen. Diese sichern die Fortpflanzung, ein natürlicher Vorgang, der für die Existenz eines Volkes sehr wichtig ist (die Älteren unter unseren Lesern werden sich noch erinnern). Männer sind bei den Muslimen noch Männer, Frauen noch Frauen. Wunderbar! Der Islam bietet zudem eine alles überdeckende Hyperidentität, die Gemeinschaft der Gläubigen. Wer mag, darf auch nationalistisch sein, ohne von linken Bessermenschen allzu sehr gemaßregelt zu werden (2).

Die muslimische Familie- ein Vorbild für die zeugungsmüden deutschen Ureinwohner. Hier ein humorvoller Blick in den Alltag.

Und die Deutschen? 25 % würden laut Umfragen die Grünen wählen. Eine Partei, deren Anhänger für Frieden um jeden Preis sind, die die Bundeswehr am liebsten abschaffen würden und höchstens mal „moral bombing“ (siehe z.B. Serbien unter Rot-Grün) akzeptieren. Eine Partei, deren Grüne Jugend bei ihrem Parteitag Pläne für eine „geschlechtsneutrale Zukunft“ schmiedet und dementsprechend dort schon eine „geschlechtsneutrale Toilette“ eingerichtet hat. Ich kann es wahrlich keinem Türken, Kurden oder Araber verübeln, daß er sich an solche geistig sterilisierten Kartoffeln und Opfer ohne geschlechtliche Identität nicht anpassen will. Und dann salbadert auf dem oben genannten Parteitag noch irgend ein Milchbubi vom niedersächsischen Landesverband der Junggrünen über die Abschaffung des Kapitalismus und seine Ersetzung durch eine Tauschwirtschaft (3).

Wenn gegen Infrastrukturprojekte demonstriert wird, sind die Grünen freilich immer schnell mit dabei, frei nach der Devise: „Hallo, worum geht’s, ich bin dagegen!“  Aber wie armselig wirkt diese reflexhafte Protestiererei verglichen mit dem heldenhaften Widerstand der Taliban! Denen reicht es nicht, einfach nur dagegen zu sein. Unter Einsatz ihres Lebens kämpfen sie dafür, ihr Land dauerhaft wirtschaftlich am Boden zu halten. Sie machen keine Sitzblockaden gegen den Ausbau der Verkehrswege, sondern Brücken werden gesprengt, Wasserleitungen gekappt. Sie protestieren nicht gegen die Erzeugung von Strom, sondern die Stromversorgung wird erfolgreich sabotiert. Für immer zurück in die Steinzeit –in Afghanistan muss dies kein leerer Traum sein! Was haben die Grünen da an Heldentaten  schon anzubieten? Allenfalls ein paar Schwabenstreiche gegen Stuttgart 21. Man bewirft Polizeibeamte mit Gegenständen (angeblich „Kastanien“), und setzen sich diese zur Wehr, beklagt man sich über Polizeigewalt und jammert über diese vermeintliche Mißachtung des Rechtsstaates.

Es ist überdeutlich: die Grünen und ihre linksliberale Klientel stellen offenbar ein schweres Integrationshindernis dar! Diese Deutschen, Verächter der eigenen Kultur ohne Selbsterhaltungswillen, kann man allenfalls ausnutzen. Keineswegs aber sollte ein echter Muslim-Macho sich an sie anpassen. Nein, vielmehr sollte es umgekehrt sein! Dazu ein schönes Zitat des Musikschaffenden Bushido: „Deutschland ist ein Top-Land… So sehr, wie wir Einwanderer euch auf der Nase herumtanzen in eurem eigenen Land, können wir uns gar nicht beschweren… Wir ziehen euch die Transferleistungen aus der Tasche und haben trotzdem keinen Respekt vor euch. Wir halten euch für Kartoffeln, für Opfer“ (4).

Ist Anpassung an türkische und arabische Migranten die Lösung? Dieser Mann hat bereits die Konsequenzen gezogen und sich die ursprünglich blonden Haare schwarz gefärbt.

Das alles ist wohlbekannt. Doch wie sollen wir die Integrationsprobleme praktisch lösen? Sollte der Staat ein Freiwilliges Asoziales Jahr in einer Turkish power gang für schwächliche deutsche Jugendliche verpflichtend vorschreiben? Ja, so oder ähnlich könnten in der Tat Lösungsansätze aussehen. Statt Anpassung an eine von den medialen und politischen „Eliten“ verordnete „Politische Korrektheit“ lernen Jugendliche Durchsetzungswillen und Kampfbereitschaft. Anstelle der Aufgabe ihrer geschlechtlichen Identität lernen die Jungen, Männer zu sein. Nicht der effeminierte Homosexuelle,  nicht der passiv sich fügende, sondern der schaffende und kämpfende Mann soll ihr Vorbild sein. In einem Rap-Workshop z.B. könnten türkische / arabische etc. und herkunftsdeutsche Jugendliche dann auch gemeinsam ihre musischen Talente entwickeln. Statt sich mit langweiligem Toleranzgeschwafel à la „Nathan der Weise“ herumzuquälen, werden sie gemeinsam unsterbliche Zeilen wie diese komponieren, die es kürzlich sogar in eine bedeutende Hamburger Illustrierte geschafft haben: „Ich komme vorbei und fick dich auch/Dein Bruder, dein Onkel kriegt Stich in den Bauch./Dein Vater, den kicke ich auch./Das ist Hamburg, meine Stadt, Straßenjungs gehen ab, es macht ratatata.“ (5)

Doch ich muß leider zugeben, daß mir derartige Ideen nicht restlos sympathisch sind.

Diese ganze rücksichts- und ziellose, bullenhaft auf Entleerung ausgerichtete Vitalität von jugendlichen Machos hat doch etwas zutiefst Vulgäres. Sie sind auf eine ursprüngliche Weise widerlich, so wie allerdings auch die ganze belebte Natur widerlich ist, mit ihrem beständigen Fressen, Gefressenwerden, Zeugen und Gebähren. Die Betrachtung der Natur, bekanntlich das Werk eines fortpflanzungsgeilen Demiurgen, wecke erhabene Gefühle? Huldigung der „weisen und grausamen Herrscherin“ – nein Danke. Da würden wir doch lieber aussteigen, ohne lange über  die Abschaffung der geschlechtlichen Unterschiede zu debattieren. So werden wir altdeutschen Schlechtmenschen uns weder aufgrund von „weißen“ Schuldgefühlen, noch aus Anpassung an die Verhältnisse, und erst recht nicht im Interesse einer dümmlichen Gleichheitsideologie abschaffen, sondern wenn überhaupt, dann nur, weil wir zu vornehm sind, um fort zu existieren.

Dennoch aber lieben wir Deutschland, aber nicht so sehr als  kraftstrotzende Wirtschaftsmacht und erst recht nicht als eine mit schlaffer Merkelhand nach sozialtechnischen Gesichtspunkten gelenkte Verwaltungsmaschinerie. Deutschland ist etwas unendlich Heiliges und Bedrohtes, eine schöne alte, moosbewachsene Statue auf einem Friedhof, die ständig gefährdet ist, vom tumben und selbstgerechten Pöbel geschändet und zerschlagen zu werden. Vielleicht müssen wir aber, um wenigstens noch diesen Friedhof zu erhalten, ein paar von unseren vornehmen Bedenklichkeiten aufgeben.  

(1) http://www.youtube.com/watch?v=E1lZDKTf1tE&feature=related

(2) http://www.philtrat.de/volumes/82/wolfsgeheul_im_referat

(3) http://www.youtube.com/watch?v=Ru0_BaA9ueA

(4) FAZ v. 15.10.10, S.10

(5) Kritisch dazu Focus 42, 2010, Artikel „Geht doch“

Markward von Annweiler 30.10. 2010

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