JU on tour: Saufen statt Holokaust

Berlin, Oktober 2010: Betrunkene Jungunionisten  ziehen grölend und  randalierend auf Sauftour. Dank Insiderinformationen konnte die Philtrat die zügellosen Ausschweifungen von Angehörigen der Jungen Union aufdecken. Empört fragen sich die PhiltratleserInnen: Glauben diese jungendlichen Bourgeois etwa, nur weil ihnen goldene Löffel aus sämtlichen Körperöffnungen ragen, sie könnten sich alles erlauben? Von Markward von Annweiler

Erschütternd: Nur 66 Jahre nach Kriegsende feiern die Angehörigen der JU Duisburg lieber, anstatt des Holokausts zu gedenken!

Egal, ob es um mampfende Nazis, schnabulierende Sexisten, schlemmende Homo- und Islamophobe, vespernde Neoliberale,  frühstückende Burschenschaftler, biertrinkende Christdemokraten oder noch Schlimmeres geht – auf die Philtrat, die Zeitung der „StudentInnenschaft“ der philosophischen Fakultät, ist Verlass.   Sie bringt die  Schandtaten dieser Ausgeburten des bundesdeutschen Schweinesystems durch knallhart recherchierte Artikel unerbittlich ans Licht der Öffentlichkeit und entlarvt so die dunklen Kräfte, die die gesamte Menschheit bedrohen. So wurden in der Januarausgabe 2011 schwerste Vorwürfe gegen Angehörige der Jungen Union Duisburg referiert, die auf einem unbestätigten Bericht beruhen. Demnach hätten die JUler auf  einer Bildungsfahrt nach Berlin nicht das Holokaust-Mahnmal besucht. Stattdessen sollen die jungen Männer Party gemacht und sich kräftig einen  getrunken haben, da sie das Denkmal „eigentlich langweilig“ gefunden hätten.

Infolge des Alkoholgenusses fielen die jugendlichen Trunkenbolde auch in ihrer Herberge negativ auf. Eine Tür sei eingetreten worden. Der stellvertretende Vorsitzende der JU Duisburg habe gar „frühmorgens auf der Straße“ laut ‚Jesus Christus‘ gebrüllt. Das erfüllt doch wohl eindeutig die Straftatbestände von Ruhestörung und grobem Unfug!

Philtrat sei Dank für diesen schonunglosen Bericht über die Ausschweifungen des vergnügungssüchtigen CDU-Parteinachwuchses. Saufen, Randalieren und Grölen  sollte wirklich  Linksautonomen vorbehalten sein, denn dann ist es kreativer Protest  gegen den repressiven Status quo  und dient der Befreiung der Unterdrückten.

Voller Vorfreude auf den 1. Mai

Markward von Annweiler, 24.04. 2011

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s