Weg mit der Sürther Aue!

Die Grünen sind bekanntlich Meister darin, lokale Konflikte zwischen Bürgern und Politikern/Unternehmern um Infrastrukturprojekte  zu ihren Gunsten auszunutzen. Nach der Maxime „schaffen wir zwei, drei, viele Stuttgart 21“ haben die Grünen nun auch in Köln eine Kampagne begonnen, die ihnen einen Popularitätszuwachs  bescheren soll.  So sind überall in der Stadt Plakate und Pamphlete verteilt worden, um die abstimmungsberechtigten Bürger gegen den Ausbau des Godorfer Hafens zu mobilisieren. Die durch Ausbau bedrohte Sürther Aue  müsse gerettet werden, heißt es.  Doch verdient sie überhaupt eine Rettung? Von Markward von Annweiler

Die Kölner Grünen machen mit Flugschriften Stimmung gegen den Ausbau des Godorfer Hafens. Anm. der Redaktion: Der Name "Die Grünen" wurde hier aus urheberrechtlichen Gründen durch den irgendeiner anderen Gruppierung ersetzt.

 

Ein Nacktschnecke gleitet majestätisch durch das faulende Blattwerk. Eine Nebelkrähe zieht, nach Nahrung spähend, ihre Bahnen am mäßig bewölkten Firmament, und eine grünliche Elritze schießt durch das bräunliche Wasser. Kein Zweifel: Die Sürther Aue ist eines der letzten großen Naturparadiese auf unserem Planeten, ein einmaliges Schatzkästchen der Evolution, das durch den Bau eines weiteren Hafenbeckens unwiederbringlich verloren sein wird. Die Sürther Aue ist berühmt für ihre Artenvielfalt: Hier leben mehr als 35000 Pflanzen-, 420 Säugetier- und 1290 Vogel- und mehr als 2787o Fischarten.

Die Sürther Aue bietet Lebensraum für seltene, aber vollkommen nutzlose Tier und Pflanzenarten.

Das alles ist aber kein Argument gegen den Ausbau des Godorfer Hafens. Wenn man sich danach richten sollte, düften nie irgendwelche Infrastrukturprogramme in Angriff genommen werden: Wohin man sich auch wendet, Vieh- und Grünzeug ist schon dar. Ekelhaft!  Wenn dieser lausige, bedeutungslose Blog zu den Leitmedien unseres Landes zählte, würde ich mir meine Stellungnahme für den Hafenausbau gern von den Arbeitgebern Köln und der Industrie- und Handelskammer vergolden lassen.  Aber darum geht es mir (notgedrungen) nicht, letzlich auch nicht um irgendwelche Arbeitsplätze in der Region oder Umschlagkapazitäten von vorhandenen Häfen.

Die Grünen sind bekannt für ihre konstruktive Haltung zum Ausbau der Infrastruktur.

 

Nein, ich bin aus grundsätzlichen Erwägungen für den Hafenausbau, genau so, wie ich den Bau von Kraftwerken, Straßen und modernen Bahnhöfen ohne Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt befürworte. Denn, um es mit Mr. Burns zu sagen: Wer hat denn bitte mit dem Darwinismus angefangen, wir Menschen oder die Natur? Die Natur selbst hat doch das Überleben des Angepasstesten als Grundstatut allen Lebens ebenso unerbittlich festgelegt wie das eherne Gesetz, dass Leben nur möglich ist um den Preis der Vernichtung anderen Lebens. Deshalb ist es auch nur konsequent, wenn die belebte, unkultivierte Natur nun selbst der wissenschaftlich-technischen Zivilisation zum Opfer fällt, und darum bin ich für die Zerstörung der  angeblich schützenswerten Sürther Aue.

Endlich Schluß mit dem nutzlosen Umweltkrempel: Das Abhauen von Schadwäldern wie der Sürther Aue oder dem tropischen Regenwald dient der Volksgesundheit und schafft Arbeitsplätze.

 

 Denn, was kaum bekannt ist: Auwälder sind genau wie ihr großer Bruder, der Regenwald, gesundheitsschädlich. All diese Planzen, die in Flußauen wuchern, sind ebenso wie die darin herumwuselnden Tiere voller Gene und Atome, die eine Gefahr für die Gesundheit der umwohnenden Bevölkerung darstellen. Durch die Abholzung der Bäume wird zudem die Waldbrandgefahr sinken. Der von den Gegnern vorgebrachte Einwand, durch die Beseitigung der Aue gingen Überschwemmungsgebiete verloren, spricht doch gerade für die Rodung: Wir haben hier in Köln doch schon Überschwemmungen genug! Höchste Zeit also, die Sürther Aue unschädlich zu machen. Möge der Höllenlärm der Vögel verstummen und das liebliche Sirren der Kettensägen unsere Ohren umschmeicheln!

Markward von Annweiler,  24.06. 2011

Wir von der Pickelhaube bleiben dabei: Die Sürther Aue muss weg, da kann Cem Özdemir noch so treuherzig gucken!

 
 

 

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Eine Antwort zu Weg mit der Sürther Aue!

  1. Karl Eduard schreibt:

    Naja. Häfen! Wer braucht die schon. Hätte es damals keine Häfen gegeben, Kolumbus hätte nicht Amerka entdeckt und die Azteken würden immer noch völkermorden.

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