Occupy AStA!

Genoss_innen! Es ist soweit: Der Kölner AStA hat sich endgültig als Büttel des Monopolkapitals offenbart. Wie Genosse Markward bereits berichtete, hat der 1. Vorsitzende Jonas Thiele gefordert, alle German_innen vom Antlitz der Universität zu tilgen. Das ist unverhohlener Rassismus gegen eine ethnisch-kulturelle Minderheit und kann, ja muss als Kriegserklärung an alle progressiv-emanzipatorischen und revolutionären Kräfte aufgefasst werden. Die Antwort kann nur lauten: Occupy AStA! Ein gemeinschaftlicher Aufruf von Antifa AK und Antiimperialistischer Aktionsfront Köln, bereitgestellt durch den Schriftführer des Revolutionskommittees, Gen. Ewald Knülle

Assimilation ist bekanntlich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dennoch: Von assimilationsunwilligen Minderheiten will der Kölner AStA die Uni nun säubern

Worum geht es hier? Ganz einfach: Der AStA, offenbar vollständig vom Kapital unterwandert, beabsichtigt eine ethnische Säuberung. Entfernt werden sollen die Kölner German_innen. Diese sind ihrerseits Teil der Volksgruppe der Burschenschaften, i. e. eine randständige, sozial unangepasste Ethnie mit eigenem Liedgut, mit eigentümlichen, alten Traditionen und fremdartiger Kleidung. Ganz ähnlich wie etwa Sinti und Roma in Rumänien und Bulgarien sind hierzulande die Burschenschaften, in Köln eben die German_innen, aufgrund ihrer vermeintlichen „Andersartigkeit“ massiven Repressionen ausgesetzt. Kein Wunder – dem neoliberalen Interesse an gleichgeschalteten, unterwürfigen Arbeitnehmer_innen haben sie sich immerzu entgegengestemmt.

Die Ursprünge der German_innen reichen in die Frühe Europas zurück. Im Zuge der indogermanischen Einwanderung gelangten sie als Migrant_innen in diese Gefilde und formten autonome Arbeiter_innen- und Bä(a)uer_innenkollektive, also zumeist kleine, selbstversorgende Gemeinschaften aus verstreut liegenden Bio-Bauernhöfen – autark und ohne jede repressive Staatsmacht. Weder unterhielten sie eine Polizei, noch betrieben sie Währungsspekulation oder investierten in Hedgefonds, noch bauten sie unterirdische Großbahnhöfe oder errichteten Atomkraftwerke.

Doch waren die German_innen und die anderen indogermanischen Migrant_innen große Kulturbereicher_innen. Die vor-indogermanische Kultur bereicherten sie jedenfalls derart, dass von ihr letztendlich nur winzige Reste in einzelnen Ecken Europas blieben, wie etwa die baskische Sprache.

Frühe German_innen beim interkulturellen Dialog. Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude waren eine Bereicherung für alle Vor-Indoeuropäer

Wann immer aber die German_innen versuchten, das südlich ihres Siedlungsgebietes sich bildende militaristische römische Imperium kulturell zu bereichern, begegnete man ihnen mit brutalster Gewalt. So mussten es die Kimber_innen, Teuton_innen und Ambron_innen erleben, die gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. u. Z. vor dem Klimawandel nach Süden flohen und von wohlstandschauvinistischen Römer_innen mit dem Schwert an der Einreise gehindert wurden: Im Vergleich dazu ist Frontex ein Kinderladen. Frauen, Transgender, Intersexuelle und Männer fanden gleichermaßen den Tod.

Später dehnte der protokapitalistische Sklavenhalterstaat aus dem Süden vermittels einer kolonialistischen Eroberungs- und Besiedlungspolitik seinen Einflussbereich bis an Rhein und Donau aus. Dort errichtete mensch einen reaktionärfaschistischen Schutzwall – ähnlich dem der heutigen jüdisch-zionistischen Imperialist_innen – um das Ausbeutungsmonopol der Bergbau-, Wein- und Olivenölkonzerne abzusichern. Einzige Möglichkeit für die German_innen, diesen Schutzwall zu überwinden, blieb lange Zeit der Schulterschluß mit der Ausbeuter_innenklasse: Für militaristische Expansionsgelüste etwa ließen sich viele German_innen als Söldner_innen missbrauchen. Die rüstungstechnologische, wirtschaftliche und militärtaktische Überlegenheit der Römer_innen stellte dabei sicher, dass bis in die Spätantike jeder antiimperialistische Abwehrkampf germanischer Freiheitskämpfer_innen scheitern musste.

Dennoch haben sich viele der ihren im revolutionären Untergrund verdient gemacht, so etwa Arminius, der Cherusker_innenfürst, mit seiner Waldguerilla. Jedermensch kennt ihn und seine Verdienste. Sollten seine Nachkommen, die heutigen German_innen, nun duch AStA-Beschluss aus dem Uni-Leben entfernt werden? Sollte ein Bourgeoisie-Abkömmling wie Jonas Thiele eine ethnische Säuberung an Menschen mit indogermanischem Migrationshintergrund initiieren dürfen? Wir von Antifa AK und Aktionsfront sagen: Niemals!

Wie immer, wenn wir von der progressiven Linken politisch tätig werden, wird es zahlreiche trendige Partyprotestveranstaltungen geben. Demgemäß rufen wir hiermit die Occupy AStA-Bewegung ins Leben. Kommt alle zur großen Auftaktveranstaltung morgen um 12:00 auf dem Albertus-Magnus-Platz! Mit kreativen Aktionen wollen wir gegen ethnische Säuberungen demonstrieren, abends ziehen wir dann zum German_innenhaus am Gustav-Heinemann-Ufer und bilden eine Solidaritäts-Lichterkette. Kommenden Freitag (25. 11.) schließlich findet unser Fasten gegen Völkermord statt (Albertus-Magnus-Platz, 15:00), zudem zeitgleich und am selben Ort das Grillen gegen Genozid (mit CO2-armer Kohle und fair gehandeltem, veganem Grillgut –  Bionade bitte selbst mitbringen). Im Anschluss (ca. 18:00) wird das AStA-Büro besetzt.

Kein Fußbreit den Faschist_innen! Occupy AStA!

gez. Antifa AK/Antiimperialistische Aktionsfront

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2 Antworten zu Occupy AStA!

  1. Pantau schreibt:

    In grauer Vorzeit, so ungefähr vor 10 Jahren, hielt ich beim Münsteraner RCDS einen Vortrag über Studentenverbindungen. Der RCDS hatte eine Abordnung der linken Hochschulgruppen eingeladen und nach meinem Vortrag kam es dann zu einer Diskussion. Das Interessante daran war, dass jene Linke, obwohl sie vorbereitet waren, in der sachlichen Diskussion, auf die sie sich nun einmal eingelassen hatten, absolut nichts Substanzielles vorbringen konnten.

    Zunächst wurde ich als CVer gefragt, ob ich mich nicht wenigstens von den Schlagenden distanzieren wolle, wobei ich entgegnete, dass ich weltanschaulich um Größenordnungen dichter an den schlagenden Verbindungen dran sei, als z.B. an jeder Linken Ideologie. Außerdem würde ich mich auch nicht von einem Handballverein „distanzieren“, weil ich z.B. Fußball präferieren würde.

    Ich habe dann eine biologisch abbaubare Trulla gefragt, wie es denn aussähe, wenn das gesamte Verbindungswesen zwar exakt so wäre wie es heute ist, es jedoch z.B. aus China käme. Ob die Linken sich dann immer noch so feindlich verhalten würden oder ob es dann nicht so sei, dass es bei den spätpubertierenden Mensakommunisten nicht „voll in“ wäre, z.B. mit Cerevis oder einem Phantasieband herum zu rennen oder auf einer Party mal einen „exotischen“ Bierjungen miteinander zu trinken (auch wenn man dabei natürlich auf keinerlei Comment, Couleurfähigkeit o.Ä. achten würde, denn das würde ja so etwas wie ernsthafte Auseinandersetzung mit Kultur an sich bedeuten, was die Linke ja grundsätzlich nicht tut, auch und gerade gegenüber Kulturen, welche gerade angehimmelt werden).

    Wenn das Verbindungswesen aus China käme, dann würde es als eine wertvolle kulturelle Bereicherung des akademischen Lebens angesehen und jede leiseste Kritik, und sei es auch nur an der Mensur bzw. am Schmiss, würde sofort als faschistisch und böse erkannt. Das Problem des deutschen Korporationswesens ist, das es deutsch ist. Wie dicht dran die Linken hierdurch an den Rechtsextremen mit ihrer Meinung sind, ist ihnen offensichtlich nicht bewusst. Das linke Mäuschen musste mir gegenüber jedenfalls zugeben, dass das Korporationswesen, so es wirklich aus China käme, in der Tat von den Linken völlig anders betrachtet würde.

  2. Jens schreibt:

    Danke für den herzhafte Lacher! Eine herrliche Satire – meine Lieblingsstelle ist eindeutig die über die Kimber_innen und Teuton_innen „Frauen, Transgender, Intersexuelle und Männer fanden gleichermaßen den Tod“. Danke :-))))

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