Pickelhaube aktuell: StuPa-Wahl für 2012 (I)

Seit jeher versteht sich die Pickelhaube als Organ von Demokratie und Pluralismus – die politische Bildung der Kölner Studierenden ist unsere Kernaufgabe. Da in Bälde die Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) stattfinden, haben wir uns entschlossen, jeder interessierten Kölner Hochschulgruppe kostenfrei Raum für ihre Wahlwerbung zur Verfügung zu stellen. In den kommenden Wochen werden sich verschiedenste Gruppierungen der Öffentlichkeit präsentieren. Bitte informiert euch gründlich und geht auf jeden Fall wählen! Die Redaktion

Heute: Liste 18: Akademisch-völkische Ultra-Faschisten (AUF)

Hinweis: Es folgt im Kontext der Kölner StuPa-Wahl 2012 eine Wahlwerbung der Hochschulgruppe „Akademisch-völkische Ultra-Faschisten“ (AUF, Hochschulfaschisten). Für den Inhalt dieser Wahlwerbung ist einzig die genannte Hochschulgruppe verantwortlich.

——

Deutscher Student!

Mit dem feigen Mord am österreichisch-deutschen Diplomstudiengang zu Bologna nahm der Weltbildungskrieg seinen Ausgang. Im großen Völkerringen um die zukünftige berufliche Existenz standest du, deutscher Student, stets treu und tapfer an vorderster Front; in der Blutmühle von credit points und Bachelor-Modulen, in den Stahlgewittern zahlloser assessment centers, placement tests und Bewerbungsgespräche hast du schwerste Opfer bringen müssen. Und doch, trotz aller Rückschläge, gabest du das Ringen niemals auf! Wahrlich, die deutsche Studentenschaft ist im Felde unbesiegt.

Doch vor einem Jahr schickte sich der neugewählte rot-rot-grüne AStA an, der akademischen Blüte unseres Volkes den Dolch in den Rücken zu stoßen: Jonas Thiele und Katharina Sass kündigten den universitären Burgfrieden auf, verliehen rechtswidrig ihrem AStA ein allgemeinpolitisches Mandat und bereiteten von der Uni aus die Weltrevolution vor.

Der Vorstand des Kölner AStA: Jonas Thiele (links) und Katharina Sass

Mit zersetzerischer, volks- und wirtschaftsfeindlicher Agitation (Sozialismus/Radikalegalitarismus, kritische Wissenschaft, Antidiskriminierung, Bildungsstreik, etc., etc., …) schwächten sie gezielt Karriereorientierung, Konkurrenzdenken und Leistungsanspruch des deutschen Studenten. Außerdem wurde das Fraternisieren mit dem Feind gefördert (Ermutigung zum Auslandssemester) und ausländische Spionage begünstigt (Beratung für ausländische Studenten). Auf diese Weise haben die roten Schandbuben den Wehrwillen der deutschen Studentenschaft untergraben und ihr von hinten den Dolchstoß versetzt!

Sommersemester 2011: Der linke AStA versetzt dem im Existenzkampf stehenden deutschen Studenten den Dolchstoß

Aus unerfindlichen Gründen verzichtete die Oberste Universitätsleitung (OUL) unter Generalfeldmarschall Freimuth darauf, den AStA aufzulösen und die vaterlandslosen Gesellen zwecks Füsilierens vor ein faires Kriegsgericht zu stellen. Ergebnis war das Schmachdiktat von Köln: Die Zivilklausel, die der Universität jegliche Kooperation mit Militär und Rüstungsindustrie verwehren soll! Außerdem wurden unter der roten Knute die Studiengebühren abgeschafft – die Gebührenerleichterungen von heute aber sind bekanntlich die Steuern von morgen. Aus den verbliebenen Studentengeldern wurden linke Karrierenetzwerke finanziert. Dazu kommen die Reparationszahlungen an Griechenland, überdies die demnächst vielleicht bevorstehende Masseninflation samt Entwertung aller Sparvermögen, Lebensversicherungen etc. – das kann insgesamt nur eines heißen für die deutschen Studenten: Bis in die dritte Generation müsst ihr fronen!

Willst du das nicht, mache dein Kreuz bei Liste 18: AUF, bei den Hochschulfaschisten! Wenn du uns in den AStA wählst, werden wir uns der wirklich drängenden Probleme dieser Uni annehmen:

1. Das Schmachdiktat. Zerreißen wir das Schmachdiktat! Die Zivilklausel gehört umgehend abgeschafft, sämtliche pazifistischen Tendenzen sind für immerdar aus der universitären Lehre zu verbannen. Kooperationen mit der Chemiewaffenabteilung von Bayer Leverkusen und dem Langrohrkanonenprojekt von Thyssen/Krupp böten aufstrebenden Jungakademikern aus Naturwissenschaften und Maschinenbau wertvolle Praxiserfahrung in der näheren Umgebung. Für die Geistes- und Humanwissenschaftler, deren Studiengänge praxisfern und notorisch pazifismusverseucht sind, wird ein neuer Lehrstuhl eingerichtet: Die Akklamatorische Militaristik. Mit uns im AStA kannst du dich darauf freuen!

2. Lehr- und Lebensraum. Doppelte Jahrgänge und die Aussetzung des Wehrdienstes sorgen für eine enorme Überfüllung des städtischen Wohnraums und der Uni-Hörsäle. Dazu kommt u. a. der Abbau von Lehrerbildungsinstitutionen in anderen Bundesländern, der in Köln für eine ungeheure Lehrerschwemme sorgt.

Trotz Ausbau der Uni und der Studentenwohnheime bzw. Anmietung neuer Räumlichkeiten ist einfach nicht mehr genug Lehr- und Lebensraum vorhanden. Es gibt nur eine Lösung: Wir müssen den Ostraum des Campusgeländes konsequent akademisieren und germanische Wehrstudenten dort ansiedeln. Universitätsfremdes Proletentum wird ins Sauerland umgesiedelt – auf diese Weise werden wir die Kölner Studententumsgrenze stetig weiter nach Osten verschieben können. Die Ostmark wird so zur Zuchtstätte kerndeutscher Ostlandakademiker, und das Lehr- und Lebensraumproblem ist beseitigt. Mit uns im AStA kann dieser Traum Wahrheit werden!

3. Orientierungslosigkeit. Gender Mainstreaming und Antidiskriminierung sind mittlerweile täglicher Bestandteil der Feindpropaganda. Glaubensfeste Sozialisten bevölkern die Hochschulgruppen von links bis grün. Im Ergebnis hat jahrelange zersetzerische Agitation viele bis dato unumstößlich geltende Grundüberzeugungen erschüttert: Chauvinismus, rücksichtsloses Karrieredenken, gesunder Hass auf den Erbfeind und eine solide Dosis Antisemitismus – die Basis jeder geistigen Gesundheit – gehören heute einfach nicht mehr zur wertemäßigen Grundausstattung des deutschen Studenten. Die entstandene Leere füllt einzig eine postmoderne Existenzkrise. Dieser fatalen Entwicklung gilt es entgegenzutreten – wir sorgen für ein festes Wertefundament! So weiß auch in Zukunft ein jeder, wo er hingehört.

Männer → Front

Frauen → Herd

Schurken → Schafott

Franzosen → Atlantik

Mit uns im AStA geht die Uni einer glorreichen Zukunft entgegen! Wähle auch du die akademisch-völkischen Ultra-Faschisten (AUF, Liste 18)! AUF in den AStA!

——

Hinweis: Dies war im Kontext der Kölner StuPa-Wahl 2012 eine Wahlwerbung der Hochschulgruppe „Akademisch-völkische Ultra-Faschisten“ (AUF, Hochschulfaschisten). Für den Inhalt dieser Wahlwerbung ist einzig die genannte Hochschulgruppe verantwortlich.

Für die Redaktion

Ewald Knülle, 26. 11. 2012

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Pickelhaube aktuell: StuPa-Wahl für 2012 (I)

  1. Thomas schreibt:

    Bitte als Flugblatt vom obersten Stock eurer Uni auf das Studentenvolk schütten! :O)

  2. Pantau schreibt:

    Wirklich interessant ist ja, dass 1:1 nach links gespiegelt es dort real existierende Irre mit ähnlich „exotischen“ Vorstellungen tatsächlich gibt (weil es nicht minder Irre gibt, die die tatsächlich wählen). Zu meiner Zeit hatte mal ein Ingenieurstudent der Münsteraner FH es gewagt, seine Diplomarbeit für die Bundeswehr zu schreiben und einen Suchalgorithmus für eine Aufklärungsdrohne zu entwerfen (also endlich mal was Sinnvolles!). Die einschlägigen linksextremen Hochschulgruppen reagierten dem obigen Text nicht unähnlich – nur eben auf links gebürstet. Man konnte anhand der Reaktionen fast meinen, der Kommilitone hätte die Wasserstoffbombe verbessert, den waffenfähigen Milzbrand endlich erschwinglich gemacht oder bewiesen, das „Schwulsein“ eine Krankheit ist.

    Verglichen mit jenen sich überschlagenen Schriften gegen einen der eigenen Studenten ist der obige Text noch richtig ausgewogen, ja fast schon „die Mitte“.

  3. Meint Ihr nur weil Ihr Euer völkisches NS-Denken zu tarnen versucht wäret Ihr aus dem Schneider? Das sind ganz klar Straftatbestände.
    Ihr seid widerwärtig!
    Es gibt ein Ende für jede Art von Humor.
    Gegen Euch, Eure Texte und Euresgleichen.
    Dagegen gilt es das „Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“.
    Mit Faschisten diskutiert man nicht.

    • immhoff schreibt:

      Aber wir tarnen doch gar nichts!
      Natürlich haben Sie vollkommen Recht; jeder Humor kommt dort an sein Ende, wo Auffassungsgabe und Intellekt des Rezipienten an ihre Grenzen stoßen. Gut, dass Sie zum Ausgleich immerhin das Strafgesetzbuch bestens zu kennen scheinen. Denken Sie aber in Zukunft auch wirklich daran, nicht mehr mit Faschist_innen zu reden.

      Mit freundlichem Gruß
      Die Redaktion

    • Joachim schreibt:

      Idiot

      • immhoff schreibt:

        Aber werter Joachim, ich bitte Sie. Hilfreiche Ratschläge wie jener, sich im Winter warm anzuziehen, sind uns hier bei der Pickelhaube immer willkommen.

  4. Pantau schreibt:

    @stalingrad,stalingrad,jeder schuss ein deutscher soldat

    Ich bin erschüttert und reagiere mit Wut und Trauer! Für jeden Soldaten der Achse blieben mehr als zwei Soldaten von Väterchen Russland auf dem Feld der Ehre! Es war eben NICHT „jeder Schuss ein deutscher Soldat“, sondern bestenfalls jeder dritte (treffende) Schuss ein Soldat der Achse, wobei ein erheblicher Teil von denen eben auch nicht mal Deutsche waren (z.B. Rumänen), weshalb man davon ausgehen kann, dass bei diesem Gemetzel vermutlich 3/4 Nichtdeutsche getötet wurden! Über so eine Schlacht können sich wirklich nur Nazis freuen. Für Rechte wie Sie hat wohl auch jeder deutsche Soldat einen größeren Wert als drei Ausländer, richtig? Ich bin erschüttert und voll fassungslosem Entsetzen. Das muss ich dringend mal in meiner veganen antifaschistischen Transgender-Diskussionsgruppe beim Stricken erörtern…

    • immhoff schreibt:

      Wir von der Redaktion trauern, zürnen und stricken mit Ihnen. Manche Zeitgenossen können eben von zynischen und menschenverachtenden Stammtischsprüchen einfach nicht lassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s